Im Glücksspiel wird mehr zum Thema Soziale Verantwortung getan als in allen anderen Wirtschaftszweigen.

Die Expertin im Bereich Online Gaming Aideen Shortt sagte in ihrem Interview mit dem Gambling Insider Magazin, dass im Glücksspiel Bereich mehr zum Thema Soziale Verantwortung, auf Englisch Corporate Social Responsibility (CSR), beigetragen wird als in jedem anderen Wirtschaftszweig. Unternehmen in im Gaming tätig sind haben in den vergangenen Jahren einen enormen Image Schaden erlitten, gerade in Bezug auf Soziale Verantwortung. In Großbritannien fielen die Aktienkurse sogar unter die Kontrolle der Öffentlichkeit.

Laut Shortt können die Unternehmen wirklich nicht mehr tun als was sie bereits leisten vor allem wenn sie so stark reguliert werden, oftmals auf freiwilliger Basis. Des Weiteren erklärte die Expertin in ihrem Interview: "In der Online-Glücksspielbranche wird - durch echte verantwortliche Entscheidungen und durch geltende Gesetze - mehr getan als in jeder anderen Branche, die mir einfällt. Ich würde vorschlagen, zwischen internationalen Gerichtsbarkeiten, innerstaatlichen Rechtsvorschriften, EU-Richtlinien, EU-Rechtsprechung, DSGVO, AML, Initiativen zur Terrorismusbekämpfung, Sorgfaltspflichten gegenüber Kunden und automatisierten Kennzeichnungen im System sofort das abnormale Verhalten hervorzuheben. Wie können wir da vernünftigerweise noch mehr tun? Ja, die gelegentlich schlittert eine anfällige Person durch das Netz, oder eine Anzeige stößt an die Grenzen der ASA (Advertising Standards Agency) - und die Welt spielt sofort verrückt, fast so als ob wir Kätzchen töten würden."

Eigne Kommentatoren behaupten, dass die Branche sich bemühen sollte ihre Errungenschaften im Bereich des digitalen Glasspieles und Sozialer Verantwortung mehr ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken und damit ihr Image zu beeinflussen.

Frau Shortt die Expertin sieht dies jedoch grundsätzlich anders: "Glücksspiele stehen in der Öffentlichkeit, somit sind sie der Liebling der Neinsager. Ich denke nicht, dass Unternehmen mehr Zeit und Geld aufwenden sollten, um ihre Bemühungen im Rahmen der Sozialen Verantwortung zu veröffentlichen. Der Versuch ein desinteressiertes und ungläubigen Publikum zu überzeugen wird auf taube Ohren stoßen, solange eine bissige Schlagzeile sich besser verkauft.“ Der beherzte Rat von Frau Shortt dagegen lautet: „Kopf einziehen, die Arbeit machen und durch. Mögen die Würfel fallen wie sie sind."